Möglich wurde das durch das Gesetz der Anderräume, das 2031 verabschiedet wurde und seinen Anfang in einem Pilotprojekt in Augsburg nahm. In diesem Rahmen entstand der erste Anderraum: ein Ort ohne Konsumzwang, ohne Erwartungen, ohne Vorurteile. Ein Raum, den man betreten kann, ohne etwas leisten oder zurückgeben zu müssen. Ein anderer Raum, in dem bedingungslose Gemeinschaft erfahrbar wird. Hier entstehen neue Kontakte, hier kann man wieder lernen, sich Fremden – und bald nicht mehr ganz so Fremden – zu öffnen. Soziale Nähe wird hier neu geübt – auf eine Weise, die während der Pandemie verlernt oder vielleicht nie richtig gelernt wurde.

All diese qualitativen Erfahrungen sind in einem prototypischen Anderraum zu erleben, bei dem Gemeinschaft durch Teamaufgaben – wie Lachmotorad fahren, oder die Magic Levitation - gemeinsames Lachen und Stück für Stück Grenzen überwinden möglich gemacht wird. Mit neu gefundenen Kontakten kann man dann ein „Erinnerungsfoto-To-Go“ schießen.

Nach fünf erfolgreichen Jahren werden Anderräume schließlich bundesweit gesetzlich verankert, damit alle Menschen die Vorzüge dieser zeitlich begrenzten, bewusst offenen Subkulturen erleben können.

Die Auswirkungen sind deutlich spürbar: Einsamkeit nimmt messbar ab, soziales Handeln gewinnt wieder an Bedeutung. Doch die Anderräume leisten noch mehr. Auch zur Energiewende tragen sie ihren Teil bei. Aus EU-Forschungsprojekten, die bereits 2026 zufällig ebenfalls in Augsburg ihren Anfang nahmen, gingen Erkenntnisse hervor, wie qualitative soziale Frequenzen quantifizierbar gemacht und zur Energiegewinnung genutzt werden können.

Dass Anderräume dafür der ideale Hotspot sind – darüber müssen wir eigentlich gar nicht mehr diskutieren. Oder?