In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Das Szenario: Der Schweizer Käse. Wir skizzieren eine Gesellschaft, die von außen starr wirkt, aber im Inneren wie ein Schweizer Käse eine heterogene Strucktur voller Lücken besitzt und durch fortlaufende Reifungs- und Veränderungsprozesse diversifiziert und „transformiert“ wird. Inspiriert von der FreeTek-Bewegung und dem Konzept der Temporären Autonomen Zonen (T.A.Z. nach Hakim Bey) entstehen in den Lücken des starrer systemischer Praktiken dezentrale Freiräume. Hier organisieren sich Menschen jenseits von Normen und Konsumzwang neu. Die Basis dieser Freiheit ist materiell: Es gilt, sich die Produktionsmittel zurückzuholen. Statt auf Industrie und Lohnfertigung angewiesen zu sein, entwickeln die Akteure ihre Werkzeuge, vom Webstuhl bis zur Fräse, selbst und kehren die Privatisierung von Ressourcen um. Die Artefakte: Werkzeuge der Aneignung Unsere Prototypen sind keine klassische Mode, sondern funktionale Artefakte für diese neue Gemeinschaft. Sie verkörpern die Affordance für ein alternatives Miteinander:
Der Schmuck (Material & Technik): Gefertigt aus ausgedienten Verkehrsschildern auf der eigenbau CNC-Fräse. Hier wird sich der öffentliche Raum und dessen Material wieder angeeignet. Das Aluminium der Ordnungssymbole wird transformiert: Aus starren Regeln wird individueller Ausdruck (lokale Verfügbarkeit).
Die Robe (Schutz & Agilität): Das Gewand aus recycelten Fasern dient als Schnittstelle zwischen Individuum und Kollektiv. Der androgyne, weite Schnitt bietet Schutz und schafft eine Uniformität, die Hierarchien und Körperformen auflöst. Gleichzeitig bleibt die Kleidung agil und fordert durch ihre Machart zur Reparatur und Anpassung auf.
Zusammen mit ritueller Gesichtsbemalung statt starrer Masken ermöglichen diese Artefakte das Eintauchen in eine Zone, in der soziale Dynamiken neu gewürfelt werden. Wir versuchen mittels unserer Prototypen das Rüstzeug, um die Lücken im System zu schaffen und Autonomie greifbar zu machen, zu liefern.