Was wäre, wenn die Geschichte der Men- schheit nach 1945 nicht an der Erdober- fläche, sondern hunderte Meter darunt- er fortgeschrieben worden wäre? Dieses Projekt entwirft ein Szenario, in dem der Zweite Weltkrieg nicht in einem Wieder- aufbau der bekannten Welt mündete, son- dern in einer dauerhaften Migration in den Untergrund. Anstatt eine technologische Dystopie zu zeichnen, fokussiert sich dies- er Entwurf auf das Dazwischen: den bana- len, oft fröhlichen Sozialalltag einer Zivil- isation, die zwar tief im Boden verwurzelt ist, die Erdoberfläche jedoch weiterhin als lebensnotwendige Ressourcen-Zone zur Lebensmittelbeschaffung nutzt. Durch die Rekonstruktion pädagogischer Artefakte wird untersucht, wie Identität, Bildung und Normalität in einer Welt konstruiert werden, die zwischen der Sicherheit ihres Leben- sraums und der notwendigen Extraktion im Freien pendelt.