In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Augsburg - Wasserstadt 2.0 entwirft eine visionäre Zukunft für die Stadt Augsburg und verbindet spekulatives Storytelling mit realen technologischen Entwicklungen. Das studentische Projekt präsentiert eine interaktive Website, die als Zeitstrahl angelegt ist und die Stadtgeschichte aus der Perspektive der Jahre 2126 bis 2176 erzählt.
Link zur Website: https://steel-syntax-30303125.figma.site/
Im Mittelpunkt steht die fiktive Gründung des Augsburger Unternehmens Blue Volt Energy im Jahr 2126. Die Firma entwickelt eine revolutionäre Technologie: einen Generator, der aus flie endem Wasser gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen kann. In der Vision des Projekts wird Augsburg dadurch schrittweise zur Wasserstadt; Bürgerinnen und Bürger gewinnen Energie direkt aus den Kan len vor ihren Häusern und die Stadt erf hrt einen tiefgreifenden strukturellen Wandel.
Doch der anfänglichen Utopie folgt eine dystopische Wendung. Durch Missmanagement und eine zunehmend kritische ffentlichkeit zerfällt das Unternehmen, während seine monopolartige Kontrolle über die Technologie massive gesellschaftliche Spannungen ausl st. Erst Jahre später tauchen die verlorenen Baupläne wieder auf – und werden schließlich als Open-Source-Technologie frei zugänglich gemacht. Die erzählte Zukunft schlägt damit bewusst den Bogen von einer geschlossenen, konzerngetriebenen Lösung hin zu einem gemeinschaftlich nutzbaren System.
Erzählt wird diese Entwicklung nicht klassisch linear, sondern über vier interaktive Stationen auf dem Zeitstrahl. Jede Station öffnet Pop-ups mit Texten und Fotografien von inszenierten Artefakten, die die jeweilige Epoche greifbar machen und die Geschichte visuell verdichten.
Augsburg - Wasserstadt 2.0 versteht sich als spekulative Warnung und zugleich als realistische Zukunftsskizze: Das Projekt macht deutlich, welche Risiken in der Konzentration essenzieller Technologien liegen kennen, und pl diert für offene, gemeinschaftlich zugängliche Lösungen. Inhaltlich knüpft die Arbeit an aktuelle Machbarkeitsstudien der Stadt Augsburg zur Nutzung von Wasser für Energie, Wärme und Kälte an und überführt diese in ein ebenso kritisches wie inspirierendes Zukunftsnarrativ.