In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Rosa Bonheur
„Die Kunst ist etwas, das alles in sich aufsaugt – ein Tyrann. Sie verlangt Herz, Verstand, Seele und Körper, die ganze Hingabe ihres Verehrers“, sagte sie. „Mit weniger gewinnt man ihre höchste Gunst nicht. Ich habe die Kunst geheiratet. Sie ist mein Ehemann – meine Welt – mein Lebenstraum – die Luft, die ich atme. Ich kenne nichts anderes, fühle nichts anderes, denke an nichts anderes. In ihr findet meine Seele ihre vollkommenste Erfüllung.“besonders am Text feilen; viele Schreiber_innen widmen dem Abstract am Schluss nochmal gesondert Zeit zur Überarbeitung (nachdem sie das Paper geschrieben haben).
Frühe Jahre: Geboren am 16. März 1822 in Bordeaux, Gironde. Sie war das älteste Kind einer sehr talentierten und vielseitigen Künstlerfamilie. In ihrer Kindheit war sie unruhig und passte sich nicht gut an. Sie war ständig mit Zeichnen und einem Bleistift beschäftigt. Das Schreiben lernte sie mithilfe des Zeichnens.
Ausbildung: Sie begann mit zwölf Jahren, Malerei zu erlernen, und durfte sogar Tiere mit ins Atelier bringen. In den folgenden Jahren studierte Bonheur Tierosteologie und Anatomie in Paris an der École nationale vétérinaire d’Alfort.
Karriere: Ihre Karriere begann mit dem Gemälde „Pflügen im Nivernais“. Dieses stellte sie im Pariser Salon aus und gewann damit mehrere Preise. Sie entwickelte sich zur meist gefeierten und reichsten Tiermalerin ihrer Zeit. Sie glaubte, dass Tiere eine Seele haben, und porträtierte sie so, dass sie den Betrachter direkt anzusehen scheinen.
Gestorben: 25.05.1899 in Thomery, Frankreich.
Bonheur beschäftigte sich in ihren Werken vor allem mit großen Tieren wie Pferden und Rindern. In ihrer Zeit war das für eine Frau sehr ungewöhnlich, da Frauen eher kleinere Tiere wie Vögel oder Fische malten. Es bestand sogar der Verdacht, dass ihre Bilder von einem Mann gemalt worden seien. Ihr wurde zugeschrieben, ein „männliches Genie“ zu besitzen – was implizierte, dass man einer Frau solche Leistungen eigentlich nicht zutraute. Bonheur war zudem die erste Frau, die für ihre Kunst die Auszeichnung der „Légion d’Honneur“ erhielt.
Rosa Bonheur hat sich nie offiziell als lesbisch bezeichnet, jedoch deuten viele Hinweise darauf hin. Sie rauchte, jagte, trug kurze Haare und Hosen. Sie wollte sich nicht mit Männern befassen, da sie diese – mit Ausnahme der Rinder, die sie malte – für wenig bedeutsam hielt. Sie sah ihre eigene Weiblichkeit als überlegen gegenüber allem, was Männer bieten oder erleben konnten. Sie war eine starke Frau, die sich über Geschlechterrollen hinwegsetzte.
Schließlich kann man sagen, dass Rosa Bonheur vielen nachfolgenden Frauen und Künstlerinnen den Weg erleichtert hat. Sie brach Stereotype – sowohl beim Malen großer Tiere als auch beim Tragen von Hosen und kurzen Haaren und in ihrem gesamten Auftreten. Sie war eine außergewöhnliche Persönlichkeit und eine Meisterin der Anatomie und Tiermalerei.
Ich finde sie sehr inspirierend. Sie verfolgte ihre Träume und Talente, obwohl sie viel Kritik ertragen musste. Obwohl ihre Kunst aus dem 19. Jahrhundert stammt, bleibt sie bis heute relevant.
„Ich habe keine Geduld mit Frauen, die um Erlaubnis bitten, zu denken“, sagte sie in einem Interview von 1859.