In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
KD DPro (Do): Entwickeln Sie ein Produkt/Service für die ›Gen Z‹ inkl. Brand Design (und ggf. Packaging) – Mit GästeFeedback/Input
Titel START UP’Z
Studiengang Kommunikationsdesign (KD)
Kurs-Art Designprojekt (DPro) 4.–9. Semester
Themen Produktentwicklung, Branding, Strategie, Prototyping
Arbeitsweise Teams (2 Teilnehmerinnen, in Ausnahmen 3)
Unterricht Zunächst Input/Übungen gemeinsam, dann Gruppenweise
Sprache Deutsch (und Englisch für die Incomings)
Dozent Prof. Kai Bergmann
Leistungsnachweise Präsentation (+Zwischenpräsentation), Incom-Doku
Termine Donnerstags vormittags (26W)
Orga-Termin 1. Oktober, 10:00 Uhr
Start-Termin 8. Oktober, 9:00 Uhr
InCom Workspace https://tha.incom.org/workspace/1988
Raum M3.11A
.
Prof. Kai Bergmann
ℹ️ https://www.tha.de/service/personensuche/kai-bergmann
📧 Kai.Bergmann@tha.de
📸 https://www.instagram.com/_kaibergmann
📇 https://www.linkedin.com/in/profkaibergmann
Erfinden Sie ein Produkt oder eine Dienstleistung Ihrer Wahl – analog oder digital – und entwickeln Sie dazu einen vollständigen Markenauftritt.
Alle Themenfelder sind möglich: Kleidung, Essen, Sport, Soziales, Kultur, Technik, Studium/Beruf, Alltag.
Entscheidend sind zwei Dinge:
– Ihre Erfindung ist kreativ und innovativ
(Ihre Idee darf spekulativ oder auch unterhaltsam sein,
muss aber plausibel bleiben)
– und Ihre visuelle Identität ist ästhetisch, konsequent und
systematisch durchgearbeitet.
Zielgruppe ist die Gen Z – also Menschen ca. in Ihrem Alter. Sie kennen diese Zielgruppe von innen; nutzen Sie das, statt nur über sie zu recherchieren.
Sie können auch bei der Gestaltung individuelle Schwerpunkte setzen:
Neben den grundlegenden ›Design-Assets‹ wie Logo, Farbschema, Icons oder Schriften können Sie beispielsweise Plakate, Verpackungen, Animationen, UI/UX, Produkte, Fahrzeuge & Gebäudeoder auch Prozesse gestalten.
Wichtig ist nur, dass genügend Artefakte entstehen, um ein konsistentes und nachvollziehbares Designsystem zu etablieren.
WANDEL DES BERUFSBILDES
Laut dem ›ICOGRADA DESIGN EDUCATION MANIFESTO‹ (PDF ↓) entwickeln KommunikationsdesignerInnen zunehmend nicht nur gestalterische Artefakte, sondern ›…konzipieren, artikulieren und überführen Identität, Botschaften, Ideen und Werte in neue, aktualisierte oder hybride Produkte, Systeme, Dienstleistungen und Erfahrungen.‹
Sie folgen dabei der Grundthese Richard Buchanans (›Wicked Problems in Thinking in Design‹ (PDF ↓) von 1992:
Design definiert sich über Methode, nicht über Medium. Es geht also nicht (nur) um Grafiken für Print oder Web, sondern um das Anwenden von Design-Denkweisen um Probleme zu lösen.
Und John Maeda geht in seinem ›Design in Tech Report 2024‹ (Video) davon aus, dass Designer zunehmend auch Verantwortung in den Bereichen Marketing/Business und Technologie übernehmen müssen.
.
GEN Z
Zur Generation Z zählen die Jahrgänge 1995 bis 2009/2010. Ein Teil von ihnen ist bereits berufstätig, der Großteil rückt in den kommenden Jahren nach Ausbildung und Studium nach.
Zwei Merkmale prägen die Gen Z: Sie ist die kleinste Alterskohorte seit dem Zweiten Weltkrieg – also deutlich schwächer besetzt als die Elterngenerationen. Und sie ist die erste Generation mit einem Wissensvorsprung gegenüber den Eltern: Beim Thema Digitalisierung lernen die Älteren von den Jüngeren.
Im Arbeitsleben stößt sie auf Vorbehalte. Ältere Generationen werfen ihr mangelnde Arbeitsmoral vor, während die Gen Z selbst auf Work-Life-Balance, Offenheit, Klimaschutz und enge soziale Kontakte setzt.
…
In diesem Projekt sammeln Sie Erfahrung mit dem, was Kommunikationsdesign heute real alles ausmacht – und zwar für eine Zielgruppe, die Sie selbst am besten kennen: die so oft gescholtenen Zoomer.
Case Study von Studio Banana zu ihrer eigenen Produkt-Marke:
→ OSTRICHPILLOW ›Ostrichpillow: Enabling contemporary Self-Care
(Creating our own unique brand of napping products)‹
Die Ausgangslage: 2012 kam das Studio nach längerer Beschäftigung mit menschlichem Verhalten zu einer ziemlich banalen Erkenntnis – die Welt schläft zu wenig. Chronischer Schlafmangel im Job, mit echten Folgen für Körper und Psyche, und literweise Kaffee als Notlösung fanden sie unbefriedigend. Also: lieber selber ein Produkt entwickeln.
Der Zufallstreffer: Intern lief damals ein Programm, bei dem das Team im Zwei-Wochen-Takt neue Produkte prototypen sollte. Der erste Prototyp des OSTRICHPILLOW Original landete als Foto auf der Website – und innerhalb weniger Stunden trudelten über 250 Kaufanfragen aus aller Welt ein. Damit war klar, dass es einen Markt dafür gibt
Die Produktfamilie wuchs dann munter weiter:
Original – der kultig-kuriose Kopf-Kokon fürs Nickerchen am Schreibtisch, der ganz nebenbei die Kategorie „Powernapping-Produkte“ erfunden hat
Light – liegt u. a. im MoMA-Store in NY in einer Sonderedition
Mini, Loop, Hood und Go …
Roll Out: Kickstarter war für sie nicht nur Geldquelle, sondern Marktforschung und Co-Design-Kanal in einem – bei Go waren über 4.500 Unterstützer dabei.
Die Kommunikation lief bewusst mit Augenzwinkern – der Humor steckt schon im Namen, und zusammen mit dem schrägen Design sorgte das für den viralen Buzz. ›Welcome to the Napping Revolution‹ war die Tagline, die _#DreamWithMe_-Kampagne brachte jede Menge User-Generated Content und eine echte Fan-Community.
Fazit: Weltweite Medienpräsenz (Condé Nast Traveller, Lonely Planet, Fast Company, Mashable), Anerkennung im MoMA und auf der Tokyo Designers Week – und (inzwischen) hunderttausende verkaufte Kissen.
Ein Beleg dafür, dass ein zunächst absurd anmutendes Produkt sehr wohl ein reales Problem lösen kann.
ELISABETH PLASS
Designerin, Geschäftsführerin und Teil des Vorstandes des Art Director Clubs Deutschland.
Elly betreut seit vielen Jahren namhafte Intitutionen und kommerzielle Marken, darunter Adidas, Brot für die Welt oder Mercedes Benz Mobility aber auch neue StartUps.
Ihre Arbeiten wurden über 100x mit Design-/ und Kreativpreisen ausgezeichnet.
Darunter Red Dot Best of the Best, Type Directors Club New York, German Design Award und den Grand Prix des Corporate Design Preis Deutschland.
YANNICK ZUR STRASSEN
Designer und Gründer von Studio Zur Strassen
Yannick betreibt eines der spannendsten jungen deutschen Branding-Studios. Dort entwickelt er visuelle Identitäten für neue Produkte aber auch bekannte Marken wie OneFootball, Nike oder Kickbase.
Seine Arbeiten wurden vielfach publiziert und mit Design-/ und Kreativpreisen ausgezeichnet. Darunter BRANDNEW (US), CREATIVE REVIEW (UK) und beim ADC Deutschland.